Projekttag „Ganztagsschule – Alle ganz da!“
Am 13. November 2025 fand an der Grundschule „An der Spree“ ein besonderer Projekttag zum Thema Ganztagsschule statt. Hintergrund ist, dass ab dem kommenden Schuljahr eine Ganztagsbetreuung fest in den Schulalltag integriert wird. Damit dieser Prozess für alle Beteiligten erfolgreich und angenehm verläuft, wird die Schule von der Firma Nonconform unterstützt und begleitet.
Bereits im Vorfeld hatten Kinder, Lehrkräfte, Hortmitarbeitende und Eltern auf sogenannten Papierwolken festgehalten, was ihre persönliche Stärke ist. Diese Stärke-Wolken wurden alphabetisch sortiert im Schulhaus ausgestellt und am Projekttag in einem gemeinsamen Galerierundgang betrachtet. Dabei zeigte sich eindrucksvoll, wie vielfältig die Stärken unserer Schulgemeinschaft sind. Diese breite Mischung wird in den kommenden Monaten eine wichtige Grundlage sein, um das Konzept der zukünftigen Ganztagsschule gemeinsam weiterzuentwickeln.
Im Anschluss starteten die Kinder in verschiedene Arbeitsgemeinschaften, die sie zuvor frei wählen konnten. Zur Auswahl standen die Bereiche: Gemeinschaft stärken und fördern, Essen, Bewegen, Konzentrieren, Entspannen, Bauen und Räume gestalten, Kunst machen und schaffen sowie Experimentieren und Forschen. Diese AGs werden sich im Laufe des Schuljahres mehrfach treffen, um gemeinsam zu überlegen, was wir in unserer Schule brauchen, um konzentriert zu arbeiten, zu entspannen, kreativ zu werden, uns zu bewegen…. usw. So entstehen Schritt für Schritt kindgerechte Ideen, wie die Ganztagsschule zukünftig aussehen soll.
Am Projekttag stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Die Gruppen waren jahrgangsgemischt von Klasse 1 bis 6. Um von Beginn an strukturiert arbeiten zu können, wurden verschiedene Rollen verteilt, zum Beispiel: Moderator, Protokollant, Fotograf, Zeitwächter, Streitschlichter, Vertrauens–person oder Ruhewächter. Anschließend erarbeiteten die Gruppen gemeinsame Regeln für das Arbeiten im Team. Diese Ergebnisse wurden auf einem Plakat festgehalten und – gemeinsam mit weiteren Informationen und Fotos – auf einer Taskcard dokumentiert.
Auch am späten Nachmittag bis in den Abend hinein trafen sich mehrere Lehrkräfte, Hortmitarbeitende, Eltern, Vertreter der Gemeinde sowie der Bürgermeister von Neu Zittau mit dem Team von Nonconform, um tiefer in den Entwicklungsprozess einzusteigen. In diesem Treffen ging es vor allem darum, voneinander zu erfahren, welches Verständnis die einzelnen Gruppen – Eltern, Schule und Hort – vom Lehren und Lernen haben. Schnell wurde deutlich, dass jede Partei eigene Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen mitbringt. Für eine gemeinsame Ganztagsschule ist es daher entscheidend, diese Sichtweisen zu vereinen und gemeinsame Maßstäbe, Werte und Ziele zu entwickeln.
Der gesamte Prozess ist für alle Beteiligten spannend und voller neuer Erfahrungen. Den Kindern macht es sichtbar Freude, ihre Schule aktiv mitgestalten zu dürfen. Auch wenn manche Schritte Zeit brauchen und durchaus anstrengend sein können, hoffen wir, dass am Ende aus Bestehendem etwas Neues mit frischem Glanz entsteht.
Gemeinsam haben wir die Chance, unsere Schule zu verwandeln und weiterzuentwickeln.






















